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Marienkroner Fastenumfrage: So fastet Österreich

Fasten ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits die Frühmenschen haben davon profitiert, dass ihrem Verdauungssystem – durch Phasen des Hungerns, gefolgt von Phasen der Nahrungsaufnahme – immer wieder Ruhe gegönnt wurde. Dieses uralte Programm ist immer noch in unseren Genen und Zellen verankert. Heute ist Fasten in vielen Ländern Tradition, Teil der Kultur und sogar Trend, wie das immer beliebter werdende Intervallfasten zeigt. „Fasten wird primär als Anti-Aging-Maßnahme und Gesundheitsprophylaxe gesehen, aber auch indikationsbezogen bei chronischen Krankheiten eingesetzt. Viele verstehen es auch als Auszeit, um wieder zu einem gesünderen, bewussteren Lebensstil zu finden“, beschreibt Dr. Ulrike Göschl, unsere leitende Kurärztin in Marienkron.

Wir haben die heimischen Fastengewohnheiten unter die Lupe genommen: Über 500 Österreicherinnen und Österreicher aus allen Bundesländern wurden in unserer ersten Marienkroner Fastenumfrage nach ihrer Einstellung zum Thema Fasten befragt

(c) Steve Haider

(c) Steve Haider

Fastenmotive sind vorwiegend körperlicher Natur

Bereits 6 von 10 Österreichern (58,1 %) haben Erfahrung mit dem Fasten in Form einer mehrtägigen Fastenkur gesammelt. Die Beweggründe für das Fasten sind aber unterschiedlich. Das Abnehmen (30,7 %) und die Reinigung sowie Entgiftung des Körpers (29,7 %) halten sich die Waage. „Fasten ist keine Diät zum Abnehmen, dazu ist die Kalorienzufuhr auf Dauer viel zu niedrig und es würde zu einer Minderversorgung wichtiger Nährstoffe kommen“, gibt unsere Leitende Kurärztin Dr. Ulrike Göschl zu Bedenken. „Das Fasten kann aber durch die Reduktion auf das Wesentliche und das Wiedererlernen von  Sättigung und feinem Geschmacksempfinden den Umstieg in einen gesünderen Lebensstil fördern. Ein bis zweimal im Jahr kann eine solche Auszeit mit Fasten, Meditation und Bewegung längerfristig helfen, das Gewicht auch nachhaltig in den Griff zu bekommen.“

Kurärztliche Leitung Dr. Ulrike Göschl
(c) Steve Haider

Auf Platz 3 der Fastenmotive liegt mit knapp 14 %, „sich allgemein besser zu fühlen“. Als weitere Motive nannten die Befragten: religiöse Gründe (7,8 %); Gesundheitsvorsorge (6,8 %) – wobei hier die Männer mit 10,6 % vor den Frauen (3,7 %) liegen; ein „konkretes gesundheitliches Problem“ (5,8 %); „weil Fasten eine Tradition ist“ (3,4 %) und sonstige Gründe (2 %).

Intervallfasten ist bekannteste Fastenart

Nach den unterschiedlichen Arten des Fastens befragt, kennen die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher Intervallfasten (10,7 % haben schon vom „intermittierenden Fasten“ gehört, einer anderen Bezeichnung für Intervallfasten). „Intervallfasten – vor allem die 16:8-Methode, nach der in einem Zeitraum von 8 Stunden gegessen und 14-16 Stunden lang dem Körper eine Essenspause gegönnt wird – scheint tatsächlich ein Megatrend zu sein. Ich gehe aufgrund der sehr nachhaltigen und belastbaren, wachsenden Studienlage davon aus, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Hype handelt, sondern als nachhaltige Ernährungsform etablieren wird“, so die Einschätzung unseres wissenschaftlichen Begleiters Prof. Dr. Andreas Michalsen.

Prof. Dr. Andreas Michalsen
(c) Charité Berlin

Neben dem Intervallfasten ebenfalls sehr bekannte Fastenformen sind laut unserer Befragung Heilfasten (45,6 %) und Suppenfasten (43,8 %). Jeder Dritte kennt die Methode des Saftfastens und etwa ein Viertel der Befragten kennt Teefasten. Fasten nach F.X. Mayr liegt hinsichtlich Bekanntheit bei 22,8 %, die Fastenmethode nach Buchinger bei 4,6 %. Scheinfasten, eine vom amerikanischen Fastenforscher Valter Longo entwickelte vegane niedrigkalorische Diät, ist mit 1 % in Österreich noch sehr wenig bekannt. Wenn es um die bereits selbst ausprobierten Fastenarten geht, liegt Intervallfasten ebenfalls voran: 42,2 % der fastenerfahrenen Frauen und 25,8 % der fastenerfahrenen Männer haben diese Methode bereits probiert. Beim Suppenfasten haben 22,4 % der Frauen und 15,2 % der Männer Erfahrung.

(c) Steve Haider

(c) Steve Haider

Wie sich Fasten auswirkt

Wie eine mehrtägige Fastenkur auf den Einzelnen wirkt, ist unterschiedlich ausgeprägt. Die häufigsten Nennungen der Fastenerfahrenen sind Gewichtsabnahme (37,9 %) und Verbesserung des Wohlbefindens (20,5 %). Mit Hungergefühl oder Heißhunger hatten 7,8 % zu kämpfen, mit Gereiztheit und schlechter Laune 3,8 %, mit Kopfschmerzen 2,7 %. 7,2 % empfanden das Fasten hingegen als „reinigend“, 6,5 % fühlten sich leistungsfähiger, 3,1 % bemerkten eine allgemeine Verbesserung der Gesundheit, 2,7 % ein besseres Hautbild, 2,7 % eine bessere Verdauung.

Für Prof. Dr. Andreas Michalsen ist Fasten die therapeutische Königsdisziplin: „Es ist einfach durchzuführen, kostet wenig und ist sehr wirksam zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten – etwa bei Bluthochdruck, Rheuma, Diabetes Typ 2, Allergien, Migräne, Schlafstörungen, neurologischen Erkrankungen und vielem mehr. Fasten ist außerdem sehr gut verträglich und wirkt sich insgesamt positiv auf unsere Gesundheit und Vitalität aus – langfristig auch auf das Gewicht. Und schließlich habe ich noch beobachtet, dass Fasten auf wunderbare Weise zu mehr Achtsamkeit und Genuss beim Essen führt und somit unser Leben bereichert“, so der Fastenexperte.

Wer Fasten mit ärztlicher und therapeutischer Begleitung sowie in einem ruhigen, entspannten Umfeld erleben möchte, findet bei uns in Marienkron die passenden Fasten-Informationen und -Angebote.

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