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Darmgesundheit bei Frauen

Auswirkung von Hormonen auf den Darm

Dass der Hormonhaushalt und die Darmbakterien in enger Verbindung miteinander stehen, bringen immer mehr wissenschaftliche Studien zum Vorschein. Unser Partner, das Institut AllergoSan, forscht schon lange zum Thema Frauengesundheit und bringt immer wieder neue spannende Erkenntnisse hervor. Wir haben den aktuellen Forschungsstand und die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.

Das Wort Hormone stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet antreiben oder erregen. Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von sogenannten endokrinen Drüsen produziert und direkt ins Blut abgegeben werden. Dadurch können Hormone auch an Zellen wirken, die weit von deren Entstehungsort entfernt sind. Somit fungieren sie als wichtige Boten im Körper, die eine größere Bedeutung haben, als der Wissenschaft bis jetzt bekannt war.

Mikrobiom und Hormone im Einklang

©Steve Haider

In Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Darmflora werden einige Hormone im Darm selbst produziert. Auch das Darmmikrobiom scheint eng mit unseren Hormonen in Zusammenhang zu stehen. Erste Forschungen weisen darauf hin, dass das Darmmikrobiom eine zentrale Rolle bei der Regulierung körpereigener Hormone spielt. Somit könnte das Risiko, hormonell-bedingte Erkrankungen zu entwickeln, durch die Darmgesundheit beeinflusst werden. Vor allem die Regulierung des Östrogenspiegels steht in Abhängigkeit mit dem Mikrobiom. Ist ein gesundes Mikrobiom im Darm vorhanden, produziert der Körper – vor allem in den Eierstöcken – die vorgesehene Menge des Enzyms ß-Glucoronidase, welches den Östrogenspielgel reguliert. Ist das Gleichgewicht der Mikroorganismen hingegen gestört, kann die Aktivität dieses Enzyms beeinträchtigt werden. Daraus können Erkrankungen wie Brustkrebs sowie das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) resultieren.

Es gibt also eine enge Verbindung zwischen dem Mikrobiom und Hormonen. Welche Rolle genau das Mikrobiom spielt und welchen Stellenwert ihm zugeschrieben werden kann, muss noch näher erforscht werden. Bei gewissen Krankheiten könnte die gezielte Gabe von Probiotika eine neue Therapieform darstellen und somit die Beigabe von anderen Medikamenten, die Nebenwirkungen mit sich bringen können, reduzieren oder sogar verhindern.

Funktionen des Östrogens

©Steve Haider

Das Östrogen hat viele wichtige Aufgaben im Körper. Die Fettablagerung, die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau, die Herz-Kreislauf-Gesundheit, der Knochenaufbau und die Zellerneuerung wird vom Östrogen reguliert. Mit zunehmendem Alter kann sich die Regulierung verändern. Frauen ab der Menopause haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Störung des Östroboloms (jener Teil des Mikrobioms, der mit dem Östrogenhaushalt in Verbindung steht). Diese Störung erhöht das Risiko für Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose. Bei adipösen Menschen mit Osteoporose oder mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde deutlich häufiger auch eine unausgewogene Darmflora beobachtet. Dass Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Östrobolom in Verbindungen stehen, liegt daher sehr nahe.

Es bleibt spannend, was die Forschung in den nächsten Jahren noch zum Vorschein bringen wird. Tatsache ist, dass die Darmgesundheit eine enorme Rolle für den ganzen Körper spielt. Vorsorglich seinen Darm mit Fastenkuren und er richtigen Ernährung zu unterstützen ist somit sicher kein Fehler.

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